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Football Welcomes Refugees Part II – Ausflug zum 1.FFC Turbine Potsdam

Ende November haben wir eine weitere Aktion im Rahmen der europäischen Aktionswochen gegen Rassismus im Fußball, die das europäische Netzwerk FARE unterstützt, realisiert. Mit einer Familie aus dem Heim für Geflüchtete in Wassmannsdorf, wo wir seit April 2015 ein wöchentliches Fuballtraining für Mädchen anbieten (Blogpost zum Training in Wassmannsdorf) haben wir ein Fußballspiel des 1.FFC Turbine Potsdam besucht.

Das Team des 1.FC Köln war zu Gast in Potsdam und die Frauen von Turbine zu unserer Freude ihrer Favoritenrolle gerecht geworden. Bei zunächst strahlendem Sonnenschein und eisigen Temperaturen haben wir mit der Fußballfamilie aus Wassmannsdorf das spannende Spiel verfolgt.

Die Damen aus Potsdam konnten durch ihr offensives Spiel überzeugen und nicht zuletzt wegen der familiären Atmosphäre auf den Rängen des Karl-Liebknecht-Stadions wurde der Nachmittag ein tolles Erlebnis sowohl für die Kinder als auch Eltern und mitgefahrenen Kickerinhas. Selbst die zur zweiten Halbzeit einsetzenden Schneeschauer milderten die Freude kaum. Der Spielstand nach Abpfiff war 4:0 (1:0), so dass wir zwar durchgefroren aber froh den Heimweg nach Wassmannsdorf angetreten sind.

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Mehr zum Informationen zu “Football Welcomes Refugess” auf  Facebook: #FootballWelcomesRefugees

Vielen Dank an Camino für die Möglichkeit an diesem Projekt teilzuhaben.


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Football Welcomes Refugees Part I – Sportkleidung für Mädchen aus Wassmannsdorf

Im Rahmen der europäischen Aktionswochen gegen Rassismus im Fußball, die das europäische Netzwerk FARE schon seit vielen Jahren durchführt, bekamen die kickerinhas 500 Euro, um eine Aktion zum Thema „Football welcomes Refugees“ (mehr Informationen als PDF) durchzuführen.

Im Heim für Geflüchtete in Wassmannsdorf, wo wir seit April 2015 ein wöchentliches Fuballtraining für Mädchen anbieten (Blogpost zum Training in Wassmannsdorf) , sind aus verschiedenen Gründen (Abschiebung, Renovierungsarbeiten, Umquartierung) nur noch zwei Mädchen im Alter von 8 und 11 Jahren übrig. Da mit so einer kleinen Gruppe kein richtiges Training vor Ort möglich ist, haben wir einen Verein in Großziehten gefunden, wo die beiden mittrainieren können. Aktuell organisieren wir den Fahrdienst zum Training einmal pro Woche.

Die finanzielle Förderung haben wir nun zunächst dafür genutzt die Mädchen sowie den Bruder der einen mit Fußballkleidung auszustatten. Dank der neuen warmen Sportbekleidung, können die Kinder nun auch im Winter am Fußballtraining in Großziehten teilnehmen. Auch Hallenschuhe mussten angeschafft werden, da das Training im Winter zum Teil in der Halle stattfindet.


Mehr zum Informationen zu „Football Welcomes Refugess“ auf Facebook: ‪#‎FootballWelcomesRefugees‬

Vielen Dank an Camino für die Möglichkeit an diesem Projekt teilzuhaben.


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Fussballtraining im Geflüchtetenlager in Wassmannsdorf

Seit April 2015 besuchen wöchentlich drei Spielerinnen der Kickerinhas eine Geflüchtetenunterkunft in Waßmanssdorf um dort mit den Mädchen Fußball zu spielen.

Der kleine Ort Waßmannsdorf liegt in Brandenburg unweit des Flughafens Schönefeld. An seinem Rand befindet sich das ehemalige Kasernengebäude sowie einige neu errichtete Container, in denen aktuell laut Heimleiterin ca. 330 geflüchtete Menschen aus allen Teilen der Welt untergebracht sind.Auf den Aufruf der Studenteninitiative Farfalla hin, die sich um Nachmittagsangebote für die in der Unterkunft lebenden Kinder und Jugendlichen bemüht, entschieden wir uns als Verein eine sportliche Aktivität in Form von einem wöchentlichen Fußballtraining für Mädchen anzubieten.Somit fahren nun jeden Donnerstag drei wechselnde Spielerinnen der Kickerinhas nach Waßmannsdorf um dort für zwei Stunden ein kleines Training und anschließendes Spiel auf dem staubigen Platz auf dem Gelände der Unterkunft auf die Beine zu stellen.

Von den Mädchen wird das Angebot immer wieder begeistert angenommen, die Teilnehmerinnenzahlen variieren zwischen drei und zehn. Routine stellt sich nur schwer ein, was nicht zuletzt an der hohen Fluktuation liegt, da immer wieder Familien „freiwillig“ ausreisen oder aus anderen Gründen das Heim verlassen. Deswegen beginnt jeder unserer Besuche damit, dass eine Spielerin mit einem Mädchen aus dem Heim durch alle Gänge der Kaserne läuft um die anderen Mädchen einzusammeln. In der Regel startet das Training mit einer kleinen spielerischen Aufwärmübung, aber schon bei anschließenden Pass- oder Annahmeübungen wird meist schnell der Ruf laut nun endlich mit dem Spiel anfangen zu wollen. Das Spiel selbst läuft dann oft sehr bunt und zuweilen chaotisch ab auf Grund der unterschiedlichen Altersklassen (4-13 Jahre) und Spielniveaus, der geringen Regelkenntnisse, den höchst emotional ausgetragenen Streitereien und zuweilen auch der sprachlichen Verständigungsschwierigkeiten. Aber bei allem überwiegt der Spaß am gemeinsamen Spiel und wir sind immer wieder fasziniert von der positiv erregten und begeisterten Stimmung, die sich im Laufe eines Spiels entwickelt.

Mittlerweile konnten wir von verschiedenen Seiten finanzielle Unterstützung für unser Projekt gewinnen und diese dafür nutzen die Mädchen mit Bällen, Ballpumpe und Leibchen auszustatten, die während der Trainingszeit und unter der Woche von ihnen genutzt werden können.


In Zukunft würden wir uns wünschen immer wieder Mädchen für den Fußball und das gemeinsame Spielen begeistern und irgendwann das Training vielleicht sogar auf einem richtigen Platz veranstalten zu können. Außerdem sind wir dabei einen über Spenden finanzierten Ausflug zu einem kleinen Turnier zu planen um den Mädchen die Chance zu geben neue Orte in Berlin und andere Fußball-Mädchenteams kennenzulernen.